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El secreto de sus ojos
The Secret in Their Eyes – Oscar Bester Fremdsprachiger
Donnerstag, 9. September 2010, 20:15 Uhr
Sp/d, ab 14J

Der Gerichtsangestellte Benjamín Esposito (Ricardo Darín) beschließt nach seiner Pensionierung, einen Roman zu schreiben, in dessen Zentrum eine wahre und tragische Geschichte, in die er selbst verwickelt war, stehen soll.
Als 1974 die junge Frau des Bankangestellten Ricardo Morales (Pablo Rago) brutal umgebracht wurde, erhielt sein Justizministerium den Auftrag, die Vergewaltigung und den Mord zu untersuchen. Zwei Bauarbeiter werden des Verbrechens angeklagt und von der Polizei zu einem Geständnis gedrängt. Esposito, überzeugt, dass die beiden unschuldig sind, macht sich auf die Suche nach dem richtigen Mörder – trotz der Apathie und der Unfähigkeit der Polizei und des Justizapparates.
Er weiss, dass er auf die Hilfe Sandovals, seine rechte Hand bei der Arbeit und sein guter Freund, zählen kann. Die Suche nach dem Mörder ist alles andere als einfach. Am Ort des Verbrechens gibt es keine Hinweise mehr und Espósito muss sich auf Vermutungen und seinen eigenen Instinkt verlassen. Ausserdem ist Argentinien 1974 kein friedlicher Ort. Es ist ein Schauplatz der Gewalt, voller Hass, Rache und Tod, welche das Leben der Menschen bestimmen. In diesem immer feindlicheren und dunkleren Umfeld führen Espósitos Nachforschungen tief in die Welt einer morschen Justizmaschinerie. Auf einmal ist er nicht mehr nur Beobachter. Er wird wider Willen zu einem zentralen Protagonisten in einem Drama, in welchem er sich immer grösserer Gefahr ausgesetzt sieht. Ein juristischer Alptraum beginnt.
Seine Nachforschungen über den Fall mehr als ein viertel Jahrhundert später geraten nicht nur zu einer Bestandaufnahme der argentinischen Politik und Geschichte der letzten drei Jahrzehnte, sondern führen Benjamín auch auf eine persönliche Reise in die Vergangenheit – und somit zu seiner ersten Begegnung mit der Richterin Irene (Soledad Villamil), in die er sich damals hoffnungslos verliebte. Die Erinnerungen an den Sturm der Ereignisse von 1974 – auch der unerfüllten Sehnsüchte um seine nie gestandenen innigen Gefühlen für Irene – erfassen also den Espósito in der Gegenwart.
Indem der alternde Möchtegernschriftsteller beschliesst, in die Vergangenheit einzutauchen, gerät er ins mächtige Getriebe seiner Erinnerungen. Und diese Erinnerungen sind weder unschuldig noch neutral oder aseptisch. Während Espósito schreibt, erlebt er erneut eindringlich seine Vergangenheit und weckt alle ihre Dämonen, besonders jene um seine Entscheidungen, Ungewissheiten und unumkehrbaren Fehler und Versäumnisse.
Während er sich vorwärts tastet, sieht Espósito zunehmend, dass es schon zu spät ist, um noch aufzuhören. Eine Geschichte aus früheren Zeiten ist nicht mehr bloss ein Zeitvertreib, um seine leeren Stunden zu füllen. Sie wird zu einem engen, gewundenen Weg, dem er folgen muss, wenn er auch seine eigene, persönliche Vergangenheit verstehen und eine Rechtfertigung für sein eigenes Leben finden will, wenn er den verbleibenden Jahren einen Sinn geben und vor allem wenn er die Frau treffen will, welche er nach dreissig Jahren immer noch liebt.

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Türöffnung ab 20:00 Uhr


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