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Black Tiger + Vorgruppe Freakanoid
Samstag, 30. April 2005, 20:15 Uhr

Nachahmer und Kopien von Originalen gibt es Hunderte, Black Tiger seines Zeichen ist sicher mehr als nur ein Original. Er gilt als Begründer und Pionier des CH-deutschen Raps. Als Gast der Gruppe P-27 löste er 1992 mit dem Song murder by dialectdem ersten Baseldeutschen Rap, einen regelrechten Rap-Boom in der ganzen Schweiz aus (Das Lied lief z.B. auf höchster Rotationsstufe im DRS 3). Schon 1993 tourte er dank dem Anti-Drogen-Projekt Wake updurch die ganze Schweiz. Über die Jahre hindurch blieb Black Tiger stets im Untergrund aktiv (Konzerte im In- und Ausland: Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Frankreich, Italien, Tschechien) und beeinflusste die hiesige Szene nachhaltig. Als Organisator von Hip Hop und Funk-Anlässen machte er sich in Basel und der Umgebung auch einen Namen als Veranstalter. Dass Black Tiger sich auch immer offen Gegenüber anderen Musikstilen erwies, zeigten seine Gastauftritte bei diversen Rockgruppen (Lovebugs, Phébus, Popmonster...). Zusätzlich spielte er als Schauspieler und Musiker in verschiedenen Theaterproduktionen mit, jobbte unter anderem als Musikredaktor bei Black Music special (DRS 3) und arbeitet heute als Verkäufer in einem CD- und Platten-Geschäft.

2000 veröffentlichte Black Tiger zusammen mit MC Rony erstmals ein ganzes Album (Zwei in Aim). Mit diesem Album tourten sie nicht nur durch die ganze Schweiz, sondern spielten auch vereinzelt in Deutschland und Österreich. Ein Jahr später konnte Black Tiger als Support Act für die In this togetherTour mit den Lords of the Underground (USA) & DJ Cut Killer (F) verpflichtet werden und spielte zwei Wochen lang in ganz Deutschland (inkl. Prag).


Das erste Solo Album nach fast 20 Jahren intensiver Bekanntschaft mit Hip Hop ist geprägt von Erfahrungen und Impressionen seines bisherigen Lebens. Es ist ein reifes und solides Album entstanden, welches vor allem durch die ehrlichen und verständlichen Texte besticht. Die Musik wiederspiegelt, die jeweilige Gemütsstimmung und bildet einen perfekten Boden für seine Geschichten aus dem Alltag. Neben typischen Hip Hop Tracks (wie z.B. 1987, Härz uf dr Schtross und Rund und eckig) bietet das Album auch Texte, die ohne jeglichen Szenen-Bezug auskommen. Im Lied d Wohret erzählt er uns in Mani Matter-Manier eine Geschichte über vier Kumpels, die sich in einer Kneipe wegen einem Glas und einer Flasche Wein in die Haare geraten. Pointiert liefert er hier ein Paradebeispiel dafür, wie schnell aus einer Bagatelle ein rechthaberischer Streit um Prinzipien entstehen kann. Das ganz Album kommt ohne jegliche Gast-Rapper aus. Black Tiger konnte jedoch die Sängerin Déborah von Sens Unik für zwei gemeinsame Lieder gewinnen und zusätzlich den Soul-Sänger (kei), mit welchem er vor 12 Jahren seinen ersten Auftritt absolviert hatte. Dass ein Rapper all seine Texte selber schreibt gehört eigentlich zum Pflichtprogramm. Dass er sich aber größtenteils auch gleich selber als Beat-Bastler um die Musik kümmert, hat eher Seltenheitswert. Über die Hälfte der Songs sind von Black Tiger selbst komponiert und produziert worden. Für die restlichen Beats sorgten namhafte Produzenten wie z.B. Tibner97ner (Gleiszwei), Falk (Viva Moderator Deutschland), sowie Elwont aus Bern. Das Liebeslied N-2 wurde von Claud (Sektion Kuchikäschtli) z.T. mit Studiomusikern wunderschön umgesetzt und liefert mit der souligen und warmen Stimme von Déborah einen Refrain, der unter die Haut geht.


Solo ist in erster Linie ein Album zum Zuhören, doch hat sich Black Tiger durch seine Erfahrung und Leidenschaft zur Bühne schon beim Schreiben der Songs überlegt, wie er diese Live umsetzen und zum besten geben kann. Mit Freakanoid als Vorgruppe knallen da schon mal die ersten Gewitter von der Bühne. Die Gruppe Taktpakt übernimmt im fliegenden Wechsel das Set und wird das ihrige dazu beitragen, bis die beiden MC;s von Freakanoid wieder auf der Bühne erscheinen, um Black Tiger während seines gesammten Auftritts tatkräftig zur Seite zu stehen. DJ Tho von Taktpakt sorgt für die Scratches und Niara verleiht mit ihrer Stimme allen Bridges und Refrains die nötige Abwechslung. Wir dürfen uns also auf eine kraftvolle, dicke und abwechslungsreiche Tour freuen. Black is back!


Kein Vorverkauf, Abendkasse ab 19.00h
Zutritt ab 16. Jahre (Ausweiskontrolle)




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